Jan Sebestas (*1979) Ausgangspunkte sind oft Orte in der Natur, an denen Spuren menschlichen Nutzung sichtbar werden: achtlos entsorgter Müll, zurückgelassene Materialien und Relikte einer Wegwerfgesellschaft. Durch digitale Montage und die gezielte Verschiebung von Massstab und Perspektive entstehen dystopische Bildwelten zwischen Dokumentation und Inszenierung. Diese fragilen Bildräume, die uns Jan Sebesta in Fading Utopia zeigt, wirken alle seltsam vertraut und verstörend fremd zugleich. Vorgefundenes wird ästhetisiert, ohne zu neutralisieren, und erzeugt gerade dadurch eine gesteigerte Aufmerksamkeit für die verborgenen Konsequenzen unserer Lebensweise. Neben digitalen und analogen Collagen werden auch Objekte präsentiert.
Dieses Spannungsfeld ist in inhaltlicher Nähe zum Fantoche – Internationales Festival für Animationsfilm 2026. Parallel zur Einzelausstellung von Jan Sebesta zeigt die Galerie im Gluri Suter Huus Kurzfilme des Festivals. Die ausgewählten Animationen setzen sich ebenfalls mit ökologischen Fragestellungen, gesellschaftlichen Umbrüchen und den Auswirkungen menschlichen Handelns auseinander – oft in experimentellen, metaphorischen oder stark abstrahierten Bildsprachen.